die Siedlungen

Der Markt Oberdrauburg liegt am nördlichen Ufer der Drau und bildet das Zentrum unserer Gemeinde.


Der idyllische Ortskern des Marktes Oberdrauburg mit Marktstraße und Marktplatz bietet mit seiner Infrastruktur alles, was Sie in ihrem Urlaub brauchen. Die Gasthöfe mit ihren typischen Spezialitäten aus Kärnten, warten darauf Sie kulinarisch zu verwöhnen. Die zahlreichen Cafe´s und sommerlichen Sitzgärten laden zum abendlichen Bummel durch den Ort.

Zur Geschichte


Am Fuße des Hochstadels, nach dem Tiroler Tor erstreckt sich die Marktgemeinde Oberdrauburg. An einer alten Römerstraße gelegen, erzählt der Markt auf Schritt und Tritt Geschichten aus längst vergangenen Zeiten.

Reich bestückt mit faszinierenden historischen Bauten und Kirchen ist Oberdrauburg ein kulturelles Juwel im oberen Drautal. Archäologische Funde auf dem Schröttelhofer Feld haben bewiesen, dass Oberdrauburg bereits zur Zeit der Kelten und Römer besiedelt war.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schloss Oberdrauburg („Castrum Traburch“) 1240, im Zuge eines Bündnisses zwischen dem Herzog Bernhard von Kärnten und dem Bischof Egeno von Brixen. Dieses Bündnis verpflichtete den Bischof den Grafen und sein Landgut im Kriegsfall zu unterstützen. Des Weiteren ist im selben Jahr die urkundliche Schenkung eines Viehhofes am Zwickenberg, durch Herman Zwicgo von Gallen und Dambrawitz an das Augustinerkloster Neustift in Brixen bekannt. Zu dieser Zeit gehörten Oberdrauburg und Zwickenberg der Gräfin Utela von Tirol an. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass die Ortschaft Zwickenberg nach der Familie der Zwicgo benannt wurde.

1292 ging Oberdrauburg in das Herrschaftsgebiet der Görzer über und wurde 1325 zum Markt mit Mautrecht erhoben. Die strategisch günstige Lage von Oberdrauburg, die schon für die Römer auf ihrem Weg von Aquileia entlang der Via Iulia Augusta nach Aguntum eine tragende Rolle spielte, brachte der Marktgemeinde somit starke Erträge.

Ursprünglich war Oberdrauburg ein Straßendorf ohne eigentlichen Marktplatz. Dieser wurde erst im 18. Jahrhundert angelegt. Die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert errichteten, Bürgerhäuser erzählen die Geschichte eines starken Bürgertums in Oberdrauburg. Die Marktgemeinde blickt so auch auf eine lange Tradition der städtischen Bürgerfrauen, die auch heute noch zum Oberdrauburger Vereinsleben zählen.
Schwer geprägt wurden der Markt und die umliegenden Ortschaften durch zahlreiche Brände und Überschwemmungen.
1747 wurde Oberdrauburg von einer verheerenden Feuerbrunst heimgesucht. Als Folge wurde das Wallfahrtsgelöbnis nach Maria Luggau ausgesprochen.
1870 zerstörte ein verheerender Brand fast den gesamten Ortskern. In Folge der Renovierung wurde Schloss Hohenburg sehr in Mitleidenschaft gezogen, da für die Wiederherstellungsarbeiten der Dachstuhl vom Schloss Hohenburg verwendet wurde. Dies führte zum Einsturz des gewaltigen Burgfrieds im Jahre 1911.
1942 trat die Drau in Folge starker Regenfälle über ihre Ufer und trennte Oberdrauburg komplett von der Außenwelt ab.
1965 und 1966 kam es innerhalb von 14 Monaten zu drei Hochwasserkatastrophen (September 1965, August 1966 und November 1966), die schwere Schäden verursachten. 1967 wurde dann mit der Verlegung des Draubetts begonnen.
Sehenswürdigkeiten.

 



Der idyllische Ortskern von Oberdrauburg mit den renovierten Fassaden, der für Oberdrauburg typischen Bürgerhäuser.

 



Die Hohenburg, das Wahrzeichen Oberdrauburgs als stiller Zeuge der langen Geschichte des Marktes Oberdrauburg.

 

Das Wappen der Marktgemeinde Oberdrauburg ist besonders aufwändig gestaltet. Es illustriert deutlich zwei Turmanlagen, die über dem Markt mit Torturm und Bürgerhäuser thronen.
Graf Georg von Ortenburg beschrieb in der Wappenverleihungsurkunde am 2. Juni 1625 wie folgt:
„[...] Ein Schildt, in zween Thail abgethailet, der ober Thail gelb, in welchem ein grüener Berg, darauf zween gleiche braite weisse Pasteythurn mit einfallenden dächern, beede gegeneinander gestellt, der Underthail roth, darinnen gleichfalls in der Mitte ain solcher weisser Pasteythurn wie im obern Thail, mit zwayen darangebauten grossen Heusern und in der Mitte des Thurn ein Thor, darauß die Strassen uber Thraaprucken gehet [...]“