Partnergemeinden

Türkenfeld (Deutschland)

Der damalige Bürgermeister der Marktgemeinde Oberdrauburg Josef Pirker und der Bürgermeister aus Türkenfeld Herr Wölfel unterzeichneten am 8. Juni 1990 eine Partnerschaftsvereinbarung mit dem Wortlaut: "Es ist gemeinsamer Wille, die Bürger beider Gemeinden durch vielfältige Kontakte freundschaftlich zu verbinden, um damit einen Beitrag zu gut nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern Bayern und Österreich zu leisten."
749 n. Chr. wird Türkenfeld zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Beschrieben wird die Gründung und Ausstattung des Eigenklosters Otting durch den Chiemgauer Grafen Gunther, eines Neffen des Herzogs Tassilo:  Im Jahre, da der heilige Virgil in Salzburg zum Bischof geweiht wurde (749 n.Chr.), schenkten Graf Gunther und seine Frau Hadeburch ihren Türkenfelder Besitz als Ausstattung an dieses Kloster. Der iroschottische Wandermönch Fearghal soll einige Zeit im nahegelegenen Kloster Weißenzell bei Moorenweis/Eismerszell gewirkt haben, bevor er mit einigen Gefährten nach Salzburg weiterzog. Er gründete dort am Fuße des Rattenbergs ein Kloster, aus dem die Erzabtei St. Peter hervorgegangen ist. Geologisch gesehen ist Türkenfeld und der ganze Landkreis Fürstenfeldbruck ein äußerst interessantes Gebiet. Nördlich von Zankenhausen liegt der Schöneberg, von dem aus man einen Blick über den gesamten Ammersee genießen kann. Wenige hundert Meter von Türkenfeld entfernt liegt der Gollenberg, der einen ähnlichen Fernblick bietet. Der Gollenberg hat seinen Namen übrigens nicht von dem angeblich dort früher befindlichen Galgen, goller bedeutet einfach "rund".  

Signa (Italien)

1996 schloss die Marktgemeinde Oberdrauburg, unter Bürgermeister Josef Pirker, einen Partnerschaftsvertrag mit der italienischen Gemeinde Signa, in unmittelbare Nähe zu Florenz gelgen, ab. Die Partnerschaft wird von beiden Gemeinden sehr gepflegt. Sei es beim „Fest der Freundschaft“ bzw. „Festa dell’ Amicizia“ in Oberdrauburg, beim Austausch der Schüler der Volksschule Oberdrauburg mit den Schülern der Volksschule Signa, beim Konzert der Musikkapelle Oberdrauburg in Signa, oder beim Treffen am Oberdrauburger Kärntnernudelfest.
964 n. Chr. wurde Signa das erste Mal urkundlich erwähnt. Man weiß, dass Signa, schon im Jahre 1252, trotz der Nähe zu Florenz, eine autonome Verwaltung hatte, die zwölf Stadträte wählte. Die Brücke über den Arno war für die Bewohner von Signa sehr wichtig, da sie die einzige Verbindung zwischen Florenz und Pisa darstellte. So erlangte der Ort schon früh eine wirtschaftlich bedeutende Rolle.
Im Laufe der Geschichte zeichnete sich Signa durch zwei interessante Geschäftideen aus und erlangte so ein stattliches Vermögen. 1714 fand der Bologner Domenico Michelacci eine neue Art, Flechtstroh anzubauen und zu bearbeiten. Aus dieser Zeit stammt der berühmte "Strohhut von Florenz", der überall auf der Welt wegen seiner sorgfältigen Verarbeitung geschätzt wird. Heute präsentiert das Museum von Signa, die schönsten Stroh- und Flechtkunstwerke, die im Laufe der Zeit entstanden und wird auch regelmäßig um neue Ausstellungsstücke erweitert. Ende des 19. Jahrhundert begann das berühmte Unternehmen "Manifattura di Signa", von der Familie Bondi, die Werke von berühmten Meistern aus Terrakotta nachzubilden. Standbilder, Büsten und Gedenkmünzen wurden mit einer besonderen Patinierungstechnik so hergestellt, dass sie den Vergleich mit den Originalen bestehen konnten.  

Paluzza (Italien)

Ebenfalls unter Bürgermeister Josef Pirker wurde eine Partnerschaft mit der Gemeinde Paluzza in Italien geschlossen. Regelmäßig besuchte man sich damals und genoss die gegenseitige Gastfreundschaft. Leider verstummt die Verbindung mit unseren italienischen Nachbarn zusehend.
Paluzza ist eine kleine Gemeinde in der Provinz Udine, die heute ca. 2500 Einwohner zählt.
Auf 605 m gelegen bildet die Gemeinde ein wichtiges Zentrum in der Gebirgsregion von Carnia. Umgeben von den Bergen Cimon der Crasulina (2.104 m) und Ton Timau (2.218 m) im Norden und Tersadia (1.959 m) und Arvenis (1.968 m) im Süden, zeichnet sich Paluzza durch eine wunderschöne Umgebung aus. Ursprünglich wurde die Gemeinde von zwei Wehranlagen bewacht. Heute thront nur noch ein Turm über Paluzza, der zweite wurde nämlich 1836 abgerissen. Die beiden Türme waren Teil eines umfassenden Netzes von Befestigungsanlagen (Castrum Muscardum), gebaut in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts vom Patriarchen von Aquileia Gregor von Montelongo.
Der noch erhaltene Turm wurde in mühsamer Kleinarbeit restauriert und dient heute als Treffpunkt für die Bewohner von Paluzza. Besonders schön zeigt sich der umliegende botanische Alpengarten. Die Flora dieser Gegend spiegelt sich auch im liebvollen Pflanzenschmuck der Wohnhäuser von Paluzza wider.