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30 Jahre Freundschaft mit Signa

BEITRAG VOM 31.07.2026

Die Gemeinden Oberdrauburg und Signa setzen ein starkes Zeichen für Freundschaft und Frieden

Mit einem Festakt voller Herzlichkeit und sichtbarer Verbundenheit wurde am Freitag das 5. Markt- und Brauchtumsfest in Oberdrauburg eröffnet. Im Mittelpunkt stand das 30-jährige Jubiläum der Gemeindepartnerschaft mit der toskanischen Gemeinde Signa, deren Delegation mit Bürgermeister Giampiero Fossi und Maurizio Catolfi, Präsident des für Städtepartnerschaften zuständigen Vereins, nach Oberdrauburg gereist war.

Den würdigen Auftakt bildete die gemeinsame Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal am Friedhof durch die beiden Bürgermeister Stefan Brandstätter und Giampiero Fossi. Das Gedenken an die Opfer der Kriege wurde zugleich zu einem eindringlichen Bekenntnis für Frieden, Freundschaft und ein geeintes Europa. Fossi erinnerte dabei an die Kriegserfahrungen seines Großvaters und machte deutlich, wie wertvoll das friedliche Miteinander der heutigen Generationen ist. Beide Bürgermeister betonten, dass sich Oberdrauburg und Signa in vielerlei Hinsicht unterscheiden – und gerade darin die Schönheit Europas liege: in seiner Vielfalt, die Menschen verbindet, anstatt sie zu trennen.

Nach einem gemeinsamen Abendessen wurde die offizielle Partnerschaftsfeier am stimmungsvoll geschmückten Marktplatz eröffnet. Begleitet von den Klängen der Musikkapelle Oberdrauburg begrüßte Bürgermeister Stefan Brandstätter neben zahlreichen Ehrengästen besonders seine beiden Amtsvorgänger Hubert Schnedl und Josef Pirker, die vor drei Jahrzehnten den Grundstein für diese bis heute lebendige Partnerschaft gelegt hatten. Ein herzlicher Dank galt der Delegation aus Signa, allen voran Bürgermeister Giampiero Fossi und Maurizio Catolfi, die diese Freundschaft seit vielen Jahren mit großem Engagement pflegen.

Als Gastgeschenk überreichte Stefan Brandstätter kunstvoll gestaltete Keramikuhren der Oberdrauburger Künstlerin Christa Brandstätter. Die Werke greifen auf eindrucksvolle Weise die verbindenden Elemente beider Gemeinden auf: Burg beziehungsweise Schloss, Fluss und Brücke. Als Symbol für den Fluss der Zeit stehen die Uhren zugleich für eine Freundschaft, die seit 30 Jahren Bestand hat und mit jedem Jahr weiterwächst.

Auch die Gäste aus der Toskana hatten besondere Geschenke mitgebracht: Einen Rohling, mit dem die berühmten Strohhüte aus Signa hergestellt werden, als Zeichen eines traditionsreichen Handwerks sowie eine Kiste der charakteristischen Signa-Zwiebel – einer regionalen Spezialität, die untrennbar mit ihrer Heimat verbunden ist.

Seit vielen Jahren begleitet Direktorin Mag. Christine Ruggenthaler die Begegnungen zwischen Oberdrauburg und Signa als Übersetzerin. Mit großem Einfühlungsvermögen ist sie dabei weit mehr als nur Sprachmittlerin – sie schlägt eine sprachliche Brücke zwischen den beiden Gemeinden und trägt damit wesentlich dazu bei, dass aus Worten Verständnis und aus Begegnungen Freundschaft wird.

Mit den Klängen der österreichischen und der italienischen Hymne wurde die Verbundenheit der beiden Gemeinden eindrucksvoll unterstrichen, bevor die Musikkapelle Oberdrauburg beim anschließenden Platzkonzert für einen stimmungsvollen Ausklang des Abends sorgte. Selbst der aufziehende Sturm und die drohenden Regenwolken konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Vielleicht war gerade das ein schönes Sinnbild für diese Partnerschaft: Wahre Freundschaften trotzen auch unbeständigem Wetter und werden mit den Jahren nur stärker.

So brachten es die beiden Bürgermeister mit wenigen Worten auf den Punkt: „Es lebe Oberdrauburg, es lebe Signa, es lebe unsere Freundschaft, es lebe ein vereintes Europa!“