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Bezirk Spittal auf dem Weg zum eigenen Entwicklungsleitbild

BEITRAG VOM 17.04.2026

Kick-Off im Drauforum Oberdrauburg: LHStv. Gruber hob interkommunale Kooperation als Schlüsselfaktor hervor. Kick-Off-Veranstaltung markiert Beginn der Erarbeitung des Regionalen Entwicklungsleitbildes für die Region Spittal. Ab Mai starten Planungswerkstätten.

Im Drauforum Oberdrauburg fiel der Startschuss für das „Regionale Entwicklungsleitbild Spittal”. Nachdem im laufenden Jahr bereits die Leitbilder für die Regionen Klagenfurt-Umland, Villach-Umland, Völkermarkt und Wolfsberg beschlossen und der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, wird der bewährte Prozess nun auf Oberkärnten und Mittelkärnten ausgeweitet. Die Ergebnisse sollen Anfang 2027 feststehen. Ab Mai starten in der Region die Planungswerkstätten mit Bürgermeistern und Amtsleitern.

Vor einem breiten Publikum aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft hob LHStv. und Regionalentwicklungsreferent Martin Gruber hervor, dass sämtliche Regionen Kärntens von den Möglichkeiten der Koralmbahn profitieren und sich zukunftsorientiert weiterentwickeln sollen. „Als eines der ersten Bundesländer beantworten wir mit den Leitbildern nicht nur die Frage, was sich in einer Region entwickeln soll, sondern auch wo genau. Jede strategische Festlegung – etwa im Bereich der Siedlungsentwicklung, der Daseinsvorsorge oder der Mobilität – wird räumlich verortet und in tatsächlichen Karten hinterlegt”, erläuterte Gruber. Kärnten übernehme damit auf Bundesebene eine Vorreiterrolle.

Besonders betonte Gruber den partizipativen Charakter der Leitbilder, die in einem „Bottom-up”-Ansatz direkt aus den Regionen heraus entstehen. „Als Land bieten wir den Rahmen, der die regionale Entwicklung begleitet, indem wir einen Prozess aufsetzen, ihn begleiten, finanzieren und den Regionen und Gemeinden Raum bieten, um zu arbeiten und zu gestalten”, so Gruber. Zugleich verwies er auf die bisherigen Resultate der vier bereits beschlossenen RELBs, in denen unter anderem Ziele zu Betriebsansiedlungen, modernen Mobilitätskonzepten, lebendigen Orts- und Stadtzentren sowie einer vorausschauenden Bodenvorsorge verankert wurden.

Darüber hinaus betonte der Landeshauptmann-Stellvertreter den hohen Stellenwert gemeindeübergreifender Zusammenarbeit. „Die Wirkung der interkommunalen Kooperation addiert sich nicht, sie multipliziert sich. Gemeinden sind Lebensräume, sie sind unser Zuhause und sie sind unsere Identität. Die Gemeinden sind das Fundament der Region und unseres Bundeslandes.”

Aus seiner eigenen Erfahrung als früherer Bürgermeister kenne er die Herausforderungen, die eine Mitwirkung an einem derartigen Prozess für Gemeinden mit sich bringe, nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht, so Gruber. Umso mehr lohne es sich, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. „Nehmt diese Chance wahr, macht von dieser Möglichkeit Gebrauch und tragt dazu bei, eine zukunftsfähige, moderne und resiliente Region mitzugestalten”, richtete Gruber seinen Appell an die Anwesenden. „Tun wir im Sinne unserer Heimat, unserer Regionen und unseres Wirtschaftsstandortes gemeinsam unser Bestes”, so Gruber.