Standing Ovations bei der Eröffnung des VIA Kultursommers 2026
Der laue Sommerabend und die stimmungsvolle Kulisse der Ruine Hohenburg boten den perfekten Rahmen für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.
Bürgermeister Stefan Brandstätter und LAbg. Christina Patterer als Vertreter der VIA-Gemeinden gratulierten zum Jubiläum und würdigten die unermüdliche Kulturarbeit von Intendantin Helga Pöcheim, die nicht nur Jahr für Jahr außergewöhnliche Musik in die Region bringt, sondern dem Publikum auch viele schöne Plätze zugänglich macht.
Große Wertschätzung brachte auch LH‑Stellvertreterin und Kulturreferentin Dr.in Gaby Schaunig zum Ausdruck, als sie in ihrer Festrede den hohen Stellenwert der kulturellen Nahversorger im ländlichen Raum und die Qualität dieses "Festivals des guten Miteinander" hervorhob. "Hätten wir mehr von diesem guten Miteinander, würde unsere Welt anders aussehen.", so Schaunig.
Die Geschwister, Katja, Nelia und Fabian Limani sind ein musikalisches Phänomen. Mit mehr als zwanzig Instrumenten – vertrauten wie exotischen – und einer Fülle abenteuerlicher Geschichten groovten die jungen Musikerinnen und Musiker durch Raum und Zeit.
So lebendig, so charmant und musikalisch überzeugend, dass man glatt meinen könnte, sie wären live dabei gewesen, erzählten sie z.B. von Kleopatra auf der goldenen Galeere (Clap à trois - orientalische Eigenkomposition) oder vom Kampf eines irischen mit einem schottischen Riesen (Back to Belfast, Komponist: Barry Kerr, Limani-Arrangement).
Auf dem Programm standen irische Traditionals, viele Eigenkompositionen und originelle Bearbeitungen diverser Ohrwürmer, u.a. von Herbert Pixner, STS, Renato Carosone ("Tu vuò fà l’americano"). Einer der Höhepunkte des Abends war ihre entspannend-vergnügte Neuinterpretation von Vivaldis "Sommer" aus dessen Vier Jahreszeiten ("Livaldi").
Mit beeindruckender Leichtigkeit – oft mitten im Stück – wechselten die MusikerInnen zwischen Violine, Bouzouki, Saxophon, Harmonium, Bass, Tin Whistle, Klarinette, Cajon und vielen weiteren Instrumenten. Besonders die irischen Klänge haben das Publikum berührt. Hinreißend die Gesangsstimme der erst 16‑jährigen Nelia, deren bemerkenswerte Ausdruckskraft alle begeisterte, und die Interaktion der Geschwister auf der Bühne.
Mit Standing Ovations endete dieser besondere Konzertabend. Intendantin Helga Pöcheim brachte es in ihrem Schlusswort auf den Punkt: "So wie die Persönlichkeiten und das Repertoire der Geschwister Limani ist der Via Iulia Augusta Kultursommer: vielfältig, voll funkelnder Inspiration und immer auch ein bisschen tollkühn."
Fotos: Willi Pleschberger und Elisabeth Kubin